Obstbäume – eine Entscheidung für morgen

Der Herbst ist Erntezeit – und zugleich die Zeit, an das nächste Jahr zu denken. In dieser Episode von „Wurzeln schlagen“ geht es um Obstbäume als Entscheidung für morgen.

Jens Freiberg von den Leutersdorfer Baumschulen erklärt, warum der Herbst die traditionelle Pflanzzeit ist, was pflückreif von genussreif unterscheidet und warum manche Äpfel erst lagern müssen, bevor sie wirklich gut werden. Es geht um alte Sorten, um den Unterschied zwischen Stadtbalkon und Oberlausitzer Bauerngarten, um Säulenäpfel und Hochstämme – und um die Frage, warum nicht jede Sorte für jeden Standort geeignet ist.

In der Rubrik „Stammgast – Freibergs Lieblinge“ steht diesmal die Quitte im Mittelpunkt: etwas altmodisch, ein bisschen eigensinnig, aber mit Charakter und Substanz. Und mit einem Aroma, das man nicht roh genießen kann, sondern verarbeiten muss – zu Gelee, Kompott, Likör oder Brand.

Zum Schluss wird es praktisch: Vom Pflanzloch über den Pfahl und das Einschlämmen bis zum Wurzel-, Verbiss-, Stamm- und Mäuseschutz. Und dann politisch: Warum im Garten Wintervorsorge selbstverständlich ist – und was wir daraus für die Gesellschaft lernen können.

Ein Obstbaum ist keine Renditeanlage. Er ist ein Versprechen. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum wir ihn in unserer Zeit so dringend brauchen.

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