Häftlingsaufstand im „Gelben Elend“

Es ist Februar 1950. Die Häftlinge im „Gelben Elend“ sind von Hunger und Krankheit gezeichnet. Doch ihre Hoffnung ist groß, denn: Das sowjetische Speziallager Bautzen wird an die noch junge DDR übergeben. Doch nichts geschieht. Die sowjetischen Urteile werden nicht aufgehoben und die Essensrationen sogar noch knapper. Die Verzweiflung bricht sich Bahn: Im März 1950 treten die Häftlinge in einen Hungerstreik, schwenken Bettlaken und schreien lautstark um Hilfe. Die Rufe sind bis in die Stadt Bautzen hinein zu hören. Die Volkspolizei schlägt die Proteste brutal nieder.

Im Gespräch beleuchten Cornelia Bruhn und Dr. Jan-Henrik Peters von der Gedenkstätte Bautzen die Hintergründe des Aufstands, seine Niederschlagung und die Biografien der verantwortlichen Gefängnisleiter. Jochen Stern und Kurt Pickel haben den Aufstand als Häftlinge miterlebt. Eindrücklich erzählen sie aus ihren Erinnerungen.

Anlässlich des Jahrestages des Häftlingsaufstands lädt das Bautzen-Komitee e.V. am 29. März 2026 um 11.00 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst im Bautzener Dom St. Petri ein. An der Gräberstätte Karnickelberg (an der JVA Bautzen) schließt sich um 12.30 Uhr eine Gedenkfeier an, musikalisch umrahmt von einem Ensemble der Kreismusikschule Bautzen.

Dieser Podcast ist ein Projekt der Gedenkstätte Bautzen | Stiftung Sächsische Gedenkstätten und wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Finanziert durch den Freistaat Sachsen aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts.

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Täglich: 10 bis 18 Uhr
Freitags: 10 bis 20 Uhr
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