44.000 Menschen aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz arbeiten außerhalb – das ist mehr als jeder fünfte Beschäftigte. Sie pendeln nach München, Hamburg oder Dresden, weil der Job hier fehlt oder schlechter bezahlt wird. Gleichzeitig steigt die Jugendarbeitslosigkeit: plus 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Drei Viertel der betroffenen Jugendlichen haben keinen Berufsabschluss und was tun gegen den Fachkräftemangel, wenn in den nächsten 15 Jahren über 50.000 Menschen in Rente gehen?
Darüber spreche ich mit Anna Metz, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Bautzen. Ein Gespräch über Pendlerströme, fehlende Ausbildungschancen, Einpendler aus Polen und Tschechien – und die Frage, ob ein radikaleres Umdenken nötig ist, wie etwa eine Ausbildungspflicht nach österreichischem Vorbild.
